Erhebung August/September 2026

Digital-Report Weststeiermark 2026

Swiftgreen hat rund 2.700 Betriebe betrachtet und 1.718 Websites aus den Bezirken Deutschlandsberg und Voitsberg vermessen. So, wie Gäste sie erleben: am Handy.

1 von 3

besteht den Basis-Check

Nur 35 % erfüllen alle sechs Grundanforderungen.

Jeder 4.

Betrieb hat keine Website

725 von 2.616 Betrieben haben bei Google keine Website hinterlegt. Nach Stichproben-Korrektur rund ein Viertel, in der Gastronomie deutlich mehr.

89 %

mit ernsten Hürden

Mindestens eine Stelle, an der Menschen mit Seh- oder Motorik-Einschränkungen scheitern.

Der Basis-Check: sechs Prüfungen für jede Website

Keine davon ist Luxus. Trotzdem fallen zwei von drei Seiten bei mindestens einer durch:

  • Kritische Hürden für Menschen mit Einschränkungen 37 %
  • Keine Datenschutzerklärung zu finden 22 %
  • Kein Impressum zu finden 15 %
  • Nicht fürs Handy eingerichtet 15 %
  • Keine sichere Verbindung 12 %
  • Braucht am Handy länger als 2,5 Sekunden 11 %
Basis: 1.718 eigenständige Betriebswebsites. Balken skaliert auf 50 %. Mehrfachnennungen möglich: Eine Seite kann bei mehreren Prüfungen durchfallen.

Zuerst das Positive

89 %

schnell genug

Hauptbild am Handy in unter 2,5 Sekunden, typisch ist rund eine Sekunde.

88 %

sichere Verbindung

Verschlüsselt: Das Schloss-Symbol ist weitgehend Standard.

85 %

fürs Handy eingerichtet

Passt sich dem Handybildschirm an. Vor zehn Jahren undenkbar.

85 %

mit Impressum

Die Pflichtangaben sind auffindbar hinterlegt.

78 %

mit Datenschutzerklärung

Besucher erfahren, was mit ihren Daten passiert.

3 von 4

ohne ungefragte Mitleser

76 % laden keine Werbedienste, bevor Besucher zugestimmt haben.

Tourismus & Wein: noch Luft nach oben

301 Websites von Hotels, Vermietern, Ausflugszielen, Weingütern und Buschenschänken. 32 % bestehen den Basis-Check, im Rest der Region 36 %. Dabei kennt der Gast aus Graz, Wien oder dem Ausland den Betrieb noch nicht.

21 %

der Wein- und Hofladen-Seiten zu langsam

Fast doppelt so viele wie im Schnitt (11 %). Ab 2,5 Sekunden springen die ersten Besucher ab.

41 %

mit kritischen Hürden

Im Rest der Region 36 %. Ältere Stammgäste scheitern an blasser Schrift und unbeschrifteten Knöpfen.

77

Betriebe ohne Website

50 Tourismus- und 27 Wein- und Hofladen-Betriebe. Wer in Wien eine Buschenschank sucht, findet die Konkurrenz.

1 von 3

wirkt verlassen

33 % der Seiten mit sichtbarer Jahreszahl zeigen 2023 oder älter. Gibt es die Öffnungszeiten überhaupt noch?

Die gute Nachricht: Die Basis stimmt. Wer die letzten Lücken schließt, sticht heraus.

Wo es hakt

63 %

Schrift zu blass

Die häufigste Hürde: für Menschen mit Sehschwäche und alle, die bei Sonne aufs Handy schauen.

25 %

holen Schriften bei Google

Direkt vom Google-Server geladen: Die Adresse jedes Besuchers wandert ungefragt in die USA.

33 %

altes Jahr im Fußbereich

Jede dritte Seite mit sichtbarer Jahreszahl nennt 2023 oder früher.

147

Adressen führen ins Leere

Von 1.967 geprüften Adressen enden 147 auf einer Fehlerseite oder existieren nicht mehr.

Kein Grund zur Panik, aber ein Termin im Kalender: Das meiste ist an einem Nachmittag behoben. Sonst kann es Geld kosten: Fehlende Impressen können bis zu 3.000 Euro Strafe nach sich ziehen, und wegen direkt eingebundener Google-Schriften rollte 2022 eine Massen-Forderungswelle durch Österreich.

Was eine Maschine nicht lesen kann, empfiehlt sie nicht

Google beantwortet Suchen immer öfter selbst, mit einer KI-Übersicht ganz oben. Wer dort empfohlen wird, bekommt den Gast. Auch ChatGPT & Co. werden längst gefragt, wo man in der Weststeiermark isst, schläft und einkauft.

Der Haken: Eine KI sieht deine Website nicht, sie liest den Code. Wie die Vorlesesoftware eines blinden Besuchers erkennt sie nur, was sauber beschriftet ist:

  • Überschriften in der richtigen Reihenfolge
  • Bildtexte
  • benannte Links und Knöpfe

Barriere-Probleme sind deshalb doppelt teuer: Sie sperren Menschen aus und Maschinen.

53 %

der Seiten haben unbeschriftete Links

Dort steht nur „hier klicken“ oder nichts. Die KI weiß nicht, wohin der Link führt.

19 %

haben Bilder ohne Bildtext

Speisekarte als Foto, Blick über die Weinberge: für die KI unsichtbar.

1 Handgriff

doppelte Wirkung

Barrieren abbauen macht die Seite zugleich KI-lesbar und erhöht die Chance auf KI-Antworten.

Fragt jemand in Graz nach „Buschenschank Weststeiermark mit schöner Aussicht“, antwortet die KI mit den Seiten, die sie lesen konnte. Egal, wie gut der Wein ist.

Fünf Fragen zum Selber-Testen

Öffne deine Seite am Handy.

Musst du zoomen oder seitlich schieben? Dann ist sie nicht fürs Handy eingerichtet, wie 15 % in der Region.

Zähl langsam bis drei.

Ist das Hauptbild dann nicht da, springen Gäste ab.

Such dein Impressum und die Datenschutzerklärung.

Findest du beides in zehn Sekunden? Deine Besucher suchen genau so.

Schau auf die Jahreszahl im Fußbereich.

Steht dort 2023 oder früher, sieht jeder Kunde: Hier schaut niemand mehr drauf.

Tipp deine Adresse einmal falsch ein.

Ohne „www“, mit „http“ statt „https“: Landest du trotzdem auf deiner Seite?

So wurde gemessen

Zwei Quellen: das offene Kartenprojekt OpenStreetMap (nachvollziehbar) und die Google-Brancheneinträge der Bezirke Deutschlandsberg und Voitsberg (vollständig).

  • 1.967 hinterlegte Internetadressen, jede Startseite im August 2026 automatisiert im Handy-Format geprüft.
  • 1.718 eigenständige Betriebswebsites nach Abzug nicht erreichbarer Seiten, Ketten-Filialen und Doppelnennungen.
  • 725 der 2.616 bei Google gelisteten Betriebe ohne eigene Website (28 %). Stichprobe von 30 Einträgen von Hand nachgeprüft: 3 hatten doch eine Website, 2 blieben unklar. Tatsächlicher Anteil: rund ein Viertel.

Gemessen wurde nur, was öffentlich sichtbar ist: Ladezeit, Handytauglichkeit, verschlüsselte Verbindung, Impressum und Datenschutzerklärung, Fremddienste und Hürden nach dem internationalen Standard WCAG 2.1. Automatische Prüfungen finden nur einen Teil der Hürden, die echten Werte liegen höher, nie niedriger. Kein Betrieb wird genannt, veröffentlicht werden nur Prozentwerte für die Region. Die Erhebung erscheint künftig jährlich.

Zum Tempo: Ladezeiten schwanken mit Tageszeit und Leitung. Deshalb drei Messtermine (August und zweimal September 2026), zufällige Reihenfolge, Kontrollmessungen. Es zählt der beste Wert, im Zweifel für den Betrieb.

Für die Presse: Grafiken in Druckqualität auf Anfrage, Abdruck honorarfrei mit Quellenangabe „swiftgreen Digital-Report 2026“. Herausgeber: SWIFTGREEN OG, Bad Schwanberg. Anfragen an kontakt@swiftgreen.at.

Wie steht deine Seite da?

Betrieb in der Region? Du erfährst kostenlos, wie deine Website abgeschnitten hat. Eine E-Mail genügt. Für Schwachstellen gibt es eine ehrliche Einschätzung, was sich lohnt: Webdesign von swiftgreen.