Irgendwann stellt sich bei fast jeder Website dieselbe Frage: noch einmal herrichten – oder neu bauen? Ein Website-Relaunch, also der Neustart mit neuer Struktur und neuer Technik, ist eine größere Entscheidung als ein frischer Anstrich. Richtig gemacht, kann er aus einer Website, die kaum jemand findet, die wichtigste Anfragequelle des Unternehmens machen – wir haben das mit echten Zahlen dokumentiert. Falsch gemacht, kann er jahrelang aufgebaute Google-Platzierungen über Nacht vernichten. In diesem Beitrag zeigen wir dir, woran du erkennst, dass ein Relaunch fällig ist, wann ein Umbau reicht – und welchen einen Fehler du auf keinen Fall machen darfst.
Fünf Warnsignale, dass deine Website einen Relaunch braucht
- Du kommst über Google nicht an Kunden. Deine Website erscheint nur, wenn jemand deinen Firmennamen kennt – bei den Suchbegriffen, mit denen Fremde dich finden müssten, bist du unsichtbar.
- Die Seite ist langsam oder fühlt sich am Handy mühsam an. Mehr als die Hälfte deiner Besucher kommt übers Smartphone. Wenn dort alles ruckelt, verrutscht oder ewig lädt, verlierst du sie, bevor sie dein Angebot sehen.
- Niemand traut sich mehr, etwas zu ändern. Neue Inhalte einstellen dauert Wochen, weil alles über Umwege läuft – oder weil niemand mehr weiß, wie die Seite innen aussieht. Eine Website, die man nicht pflegen kann, veraltet zwangsläufig.
- Die Website erzählt nicht mehr, wer du heute bist. Leistungen, die es längst gibt, fehlen; Fotos und Referenzen sind Jahre alt. Besucher merken das – und Google auch.
- Es gibt keine Zahlen. Du weißt nicht, wie viele Besucher kommen, woher sie kommen und ob je eine Anfrage über die Website entstanden ist. Ohne Messung ist jede Investition in die Seite ein Blindflug.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, ist die ehrliche Antwort meist: neu bauen. Ein einzelner Punkt lässt sich oft auch im Bestand beheben – das sagen wir dir dann genauso.
Umbau oder Neubau? Die ehrliche Abwägung
Nicht jede in die Jahre gekommene Website braucht einen kompletten Neustart. Ein guter Vergleich ist das Haus: Eine neue Küche rechtfertigt keinen Abriss – aber wenn Fundament, Leitungen und Dach gleichzeitig Probleme machen, wird der Umbau irgendwann teurer als der Neubau. Bei Websites ist das Fundament die Struktur: Wenn Inhalte planlos über Seiten verstreut sind und Google nicht erkennen kann, welche Seite wofür zuständig ist, hilft auch das schönste neue Design nichts. Woran eine gute Struktur zu erkennen ist, haben wir im Beitrag über Webdesign in Graz beschrieben – sie ist beim Relaunch der wichtigste Hebel.
Der eine Fehler, der Google-Platzierungen vernichtet
Jetzt zum gefährlichsten Teil, denn hier gehen die meisten Relaunches schief: die Weiterleitungen. Deine alten Seiten haben bei Google eine Geschichte – manche ranken seit Jahren und sind von anderen Websites verlinkt. Bekommt beim Relaunch jede Seite eine neue Internetadresse und leitet niemand die alten Adressen auf die neuen weiter, passiert Folgendes: Google findet lauter tote Seiten, Besucher landen auf Fehlermeldungen, und die aufgebaute Sichtbarkeit löst sich auf. Genau deshalb gehört zu jedem seriösen Relaunch eine vollständige Liste aller alten Adressen und eine Weiterleitung für jede einzelne davon. Das ist unspektakuläre Fleißarbeit – und der Unterschied zwischen einem Relaunch, der wächst, und einem, der abstürzt. Frag jede Agentur, wie sie mit Weiterleitungen umgeht. Wer dafür keinen klaren Plan hat, hat noch keinen Relaunch sauber über die Bühne gebracht.
Was ein gelungener Relaunch bringen kann – echte Zahlen
Wie viel Luft nach oben in einer alten Website stecken kann, zeigt unser Relaunch für Feuerwasser: Die alte Seite hatte keine erkennbare Struktur, bestand die technischen Messwerte von Google nicht und rankte bei umkämpften Begriffen weit hinten. Vier Monate nach dem Go-live der neuen Website standen 85 Prozent mehr Google-Klicks zu Buche, der wichtige Suchbegriff „badezuber“ sprang von Seite fünf auf Seite eins, und über 600 Angebotsanfragen kamen herein – jede einzelne messbar bis zu ihrer Quelle. Das Entscheidende daran: Nichts davon war Zufall oder Trick, sondern die Folge von sauberer Struktur, schneller Technik und Weiterleitungen ohne Lücken.
Häufige Fragen zum Website-Relaunch
Wie lange dauert ein Relaunch? Je nach Umfang meist einige Wochen bis wenige Monate – die alte Website bleibt bis zum Go-live normal erreichbar, es gibt also keine Funkstille.
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Platzierungen? Nicht, wenn er sauber gemacht wird: Weiterleitungen für alle alten Adressen, gleiche oder bessere Inhalte für die wichtigen Suchbegriffe, und danach ein Blick auf die Zahlen. Kurzfristige Schwankungen in den ersten Wochen sind normal – ein dauerhafter Absturz ist es nicht.
Kann ich meine bestehenden Texte und Bilder weiterverwenden? Was gut ist, bleibt. Ein Relaunch heißt nicht, alles wegzuwerfen – er heißt, dem Guten eine Struktur zu geben, in der es endlich gefunden wird.
Der nächste Schritt
Wenn du unsicher bist, ob deine Website einen Neustart braucht oder ein gezielter Umbau reicht, schauen wir sie uns gerne an – ehrlich, konkret und mit Zahlen statt Bauchgefühl. Melde dich bei uns, das Erstgespräch kostet nichts außer einer halben Stunde.
