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Onlineshop mit WordPress: WooCommerce oder Shopify – der ehrliche Vergleich

Onlineshop mit WordPress – Titelbild zum Beitrag: WooCommerce oder Shopify, der ehrliche Vergleich (SWIFTGREEN Magazin)

Der Gedanke kommt bei fast jedem Betrieb irgendwann: Warum verkaufen wir das nicht auch online? Und sofort danach die Frage, an der viele hängen bleiben – womit? In diesem Beitrag vergleichen wir die beiden gebräuchlichsten Wege ehrlich: einen Shop auf der eigenen WordPress-Website mit WooCommerce oder einen Shop bei einem Anbieter wie Shopify. Ohne Fachchinesisch, mit echten Kostenposten – und mit dem, was in Österreich rechtlich dazugehört.

Der Unterschied in einem Satz

Bei WooCommerce wird deine bestehende WordPress-Website um einen Shop erweitert – alles läuft auf deinem eigenen Webspace, dir gehört alles, du bist auch für alles verantwortlich. Bei Shopify mietest du einen fertigen Shop bei einem Anbieter – der kümmert sich um Technik und Sicherheit, du zahlst dafür monatlich und richtest dich nach seinen Vorgaben. Wohnung kaufen oder mieten, im übertragenen Sinn. Beides ist richtig, es kommt darauf an, was du vorhast.

Was es wirklich kostet

Bei WooCommerce ist das Shop-System selbst kostenlos – das ist der Satz, der in die Irre führt. Dazu kommen nämlich: Webspace, der einen Shop auch aushält (etwa 15 bis 40 Euro im Monat, nicht das Angebot um 3 Euro), meist ein bis drei kostenpflichtige Zusatzprogramme für Versandarten und Zahlungsmittel (zusammen oft 100 bis 300 Euro im Jahr), die Einrichtung durch eine Agentur und die laufende Pflege. Was die kostet und warum sie bei einem Shop nicht optional ist, steht im Beitrag über die WordPress-Betreuung. Bei Shopify zahlst du eine monatliche Gebühr, die je nach Paket bei rund 30 bis 40 Euro beginnt, plus Zahlungsgebühren pro Bestellung. Wartung, Sicherheit und Aktualisierungen sind inbegriffen. Auch hier kommen aber Zusatzprogramme dazu, die monatlich kosten – und die summieren sich schneller, als man denkt. Unterm Strich sind sich beide im ersten Jahr näher, als die Werbung glauben macht. Der Unterschied liegt weniger im Preis als in der Frage, wer die Verantwortung trägt.

Wann WooCommerce die bessere Wahl ist

  • Du hast schon eine WordPress-Website. Dann wird der Shop Teil davon – gleiche Gestaltung, gleiche Adresse, und die Google-Sichtbarkeit deiner bestehenden Seiten hilft dem Shop mit.
  • Deine Produkte brauchen Erklärung. Wein mit Lagenbeschreibung, Handwerk auf Maß, Kurse mit Terminen: Bei allem, wo Inhalte und Verkauf zusammengehören, spielt WordPress seine Stärke aus.
  • Du willst Sonderfälle abbilden. Abholung ab Hof, Versandkosten nach Flaschenanzahl, Preise nur für Wiederverkäufer – solche Regeln lassen sich frei bauen, weil dir das System gehört.
  • Dich stört eine monatliche Miete. Du zahlst einmal für die Einrichtung und danach laufende Kosten, aber keine Gebühr pro Bestellung an einen Anbieter.

Wann Shopify die bessere Wahl ist

  • Du hast niemanden für die Technik. Aktualisierungen, Sicherheit und Ausfallsicherheit übernimmt der Anbieter. Das ist der eigentliche Wert.
  • Es soll schnell gehen und einfach bleiben. Bei einem überschaubaren Sortiment ohne Sonderregeln bist du deutlich schneller online.
  • Du verkaufst große Stückzahlen. Bei starkem Andrang ist eine gemietete Umgebung meist robuster als ein günstiger eigener Webspace.

Was in Österreich dazugehört – unabhängig vom System

Wer online verkauft, hat Pflichten, und die sind bei beiden Systemen dieselben. Kein Grund zur Panik, aber ein Termin im Kalender: Impressum und Datenschutzerklärung, klar erkennbare Preise inklusive Steuer, bei Lebensmitteln und Getränken zusätzlich der Preis pro Liter oder Kilo. Ein Rückgabe-Knopf, mit dem Kunden ihre Bestellung widerrufen können, samt Musterformular. Eine Bestellschaltfläche, die eindeutig sagt, dass sie kostenpflichtig ist. Versandkosten und Lieferzeit vor dem Abschluss sichtbar. Und seit dem Barrierefreiheitsgesetz gelten für viele Shops zusätzliche Anforderungen – wen das betrifft und wen nicht, steht im Beitrag über die barrierefreie Website. Nichts davon nimmt dir ein Shop-System ab. Beide liefern nur die Felder – ausfüllen musst du sie.

Die ehrliche Vorfrage

Bevor du dich für ein System entscheidest, eine unbequeme Frage: Wer verpackt und verschickt? Ein Shop ist kein Automat, der nebenbei Geld verdient – er erzeugt tägliche Arbeit. Pakete packen, Rücksendungen abwickeln, Bestände pflegen, Anfragen beantworten. Viele Betriebe fahren mit einer guten Website plus einem einfachen Anfrage- oder Vorbestellformular besser als mit einem vollwertigen Shop – gerade bei wenigen Produkten oder regionaler Abholung. Wenn du unsicher bist, fang klein an: Vorbestellung per Formular, Abholung ab Hof. Wenn das läuft, ist der Schritt zum echten Shop schnell gemacht. Was so ein Projekt insgesamt kostet, haben wir im Beitrag Website erstellen lassen aufgeschlüsselt.

Häufige Fragen zum Onlineshop

Kann ich später wechseln? Ja, aber es kostet. Produkte und Kunden lassen sich übertragen, die Gestaltung und die Sonderregeln nicht – die werden neu gebaut. Deshalb lohnt es sich, am Anfang ehrlich zu überlegen, wohin es gehen soll.
Was ist mit den großen Verkaufsplattformen? Sie bringen Reichweite, kosten aber Provision pro Verkauf, und die Kunden gehören dort nicht dir. Als Ergänzung sinnvoll, als einziger Vertriebsweg riskant.
Braucht ein Shop mehr Pflege als eine Website? Deutlich mehr. Bei einem Shop kosten Ausfälle sofort Umsatz, und es gibt mehr bewegliche Teile – Zahlung, Versand, Bestände –, bei denen still etwas kaputtgehen kann.

Der nächste Schritt

Wenn du überlegst, online zu verkaufen, schauen wir uns gemeinsam an, was zu deinem Sortiment und deinem Arbeitsalltag passt – auch wenn die ehrliche Antwort einmal lautet, dass du noch keinen Shop brauchst. Mit echten Zahlen statt Buzzwords, aus Bad Schwanberg in der Weststeiermark, mit kurzen Wegen und einem festen Ansprechpartner. Melde dich bei uns, das Erstgespräch kostet nichts außer einer halben Stunde.

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