Du willst eine Website erstellen lassen und holst drei Angebote ein – und bekommst drei Preise, die nichts miteinander zu tun haben: einmal 600 Euro, einmal 4.000, einmal 15.000. Alle drei nennen es „professionelle Website“. Kein Wunder, dass viele an diesem Punkt aufgeben und es doch selbst mit einem Baukasten probieren. In diesem Beitrag erklären wir ohne Fachchinesisch, warum die Preisspannen so groß sind, wie der Ablauf bei einem seriösen Anbieter aussieht – und welche Fragen du stellen solltest, bevor du unterschreibst.
Selbst bauen oder erstellen lassen?
Die ehrliche Antwort zuerst: Nicht jeder braucht eine Agentur. Wenn du nur eine digitale Visitenkarte willst – wer du bist, was du machst, wie man dich erreicht –, kommst du mit einem Baukasten oder einer KI-generierten Seite oft aus. Was diese Werkzeuge können und wo sie scheitern, haben wir im Beitrag über KI-Websites ausführlich getestet.
Anders sieht es aus, wenn die Website Kunden bringen soll: Anfragen, Buchungen, Verkäufe. Dann muss sie bei Google gefunden werden, schnell laden und Besucher zum Anruf oder zur Anfrage führen. Das ist Handwerk – und genau dafür bezahlst du, wenn du eine Website erstellen lässt. Nicht für hübsche Farben.
Warum die Preise so weit auseinanderliegen
Hinter den großen Preisunterschieden stecken meist drei Dinge, die man von außen nicht sieht:
- Wer schreibt die Inhalte? Die billigen Angebote setzen voraus, dass du alle Texte und Fotos fertig lieferst. Die teureren beinhalten Textarbeit, Fotoauswahl und eine Struktur, die sich an den Fragen deiner Kunden orientiert. Inhalte sind der größte Einzelposten – und der am häufigsten versteckte.
- Was passiert unter der Haube? Zwei Websites können gleich aussehen und trotzdem Welten auseinanderliegen: Ladezeit, Auffindbarkeit bei Google, saubere Darstellung am Handy. Google misst die Geschwindigkeit bei deinen echten Besuchern – eine langsame Seite wird schlechter platziert, egal wie schön sie ist.
- Was kommt nach dem Go-live? Eine Website ist kein Bauwerk, das fertig ist. Updates, Sicherheit, kleine Änderungen, Zahlen beobachten – kläre vorher, was davon enthalten ist und was extra kostet.
Deshalb ist ein Preisvergleich ohne Leistungsvergleich wertlos. Vergleiche nicht „Website gegen Website“, sondern: Wer liefert Struktur, Texte, Technik und Betreuung – und wer liefert nur eine Vorlage mit deinem Logo drauf?
So läuft es ab, wenn du eine Website erstellen lässt
Bei einem seriösen Anbieter folgt der Weg zur neuen Website einem klaren Ablauf – und er beginnt nicht mit Design, sondern mit Fragen:
- 1. Erstgespräch: Was soll die Website leisten? Wer sind deine Kunden, wonach suchen sie, was fragen sie dich am Telefon immer wieder? Aus den Antworten entsteht das Fundament.
- 2. Struktur und Konzept: Welche Seiten braucht es? Faustregel: eine eigene Seite pro Leistung – so versteht Google, welche Seite für welchen Suchbegriff zuständig ist.
- 3. Inhalte: Texte und Bilder entstehen oder werden überarbeitet. Hier entscheidet sich, ob die Website später gefunden wird.
- 4. Umsetzung: Die Website wird gebaut und auf allen Geräten getestet – die Mehrheit deiner Besucher kommt übers Handy.
- 5. Go-live und Übergabe: Die Seite geht online, alte Internetadressen werden sauber weitergeleitet, und du bekommst Zugriff auf deine eigenen Zahlen.
- 6. Danach: Beobachten, nachschärfen, aktuell halten. Erst hier zeigt sich, was die Website wirklich bringt.
Je nach Umfang dauert das von wenigen Wochen bis zu ein paar Monaten. Wer dir eine vollwertige Firmen-Website „in drei Tagen“ verspricht, überspringt die Schritte, die man nicht sieht – und genau die tragen später das Ergebnis.
Diese Fragen solltest du jedem Anbieter stellen
Fünf Fragen trennen zuverlässig die guten Anbieter von den anderen:
- „Gehört mir die Website danach?“ Domain, Inhalte und die Website selbst sollten dir gehören – nicht dem Anbieter. Vorsicht bei Miet-Modellen, bei denen du beim Ausstieg mit leeren Händen dastehst.
- „Womit wird gebaut?“ Ein verbreitetes, offenes System wie WordPress hat einen entscheidenden Vorteil: Du bist nicht an eine einzige Firma gebunden und findest jederzeit jemanden, der weiterarbeiten kann.
- „Wer schreibt die Texte?“ Wenn die Antwort „Sie liefern alles“ lautet, weißt du, warum das Angebot so günstig ist.
- „Wie weisen Sie Ergebnisse nach?“ Die richtige Antwort enthält echte Zahlen – etwa aus der Google Search Console, dem Werkzeug, mit dem Google selbst berichtet, wie oft eine Website erscheint und angeklickt wird. Wie so ein Nachweis aussieht, zeigt unser Praxisbericht mit +85 % Google-Klicks nach dem Relaunch.
- „Was kostet der laufende Betrieb?“ Speicherplatz im Internet, Domain, Updates, Betreuung – lass dir alle laufenden Kosten vor Vertragsabschluss schriftlich geben.
Noch mehr Merkmale für die Anbieterwahl findest du in unserem Beitrag Webdesign Graz: Woran du eine gute Agentur erkennst.
Gibt es Zuschüsse?
Je nach Bundesland und Förderlage kann ein Teil der Kosten gefördert werden – die Töpfe ändern sich aber laufend, und nicht jedes Versprechen auf Agentur-Websites stimmt noch. Den aktuellen Stand für Österreich haben wir im Beitrag über Förderungen für Website und Digitalisierung zusammengetragen – inklusive der einen Regel, an der die meisten Anträge scheitern: zuerst einreichen, dann beauftragen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website? Ohne Blick auf Umfang und Inhalte ist jede Zahl unseriös. Seriös ist: erst Gespräch, dann Angebot mit klar aufgeschlüsselten Leistungen. Misstrauisch solltest du bei Pauschalpreisen ohne Fragen werden – wer nichts über dein Geschäft wissen will, kann nichts Passendes bauen.
Wie lange dauert es? Realistisch sind einige Wochen bis wenige Monate – abhängig davon, wie schnell Inhalte und Freigaben von deiner Seite kommen. Das ist übrigens der häufigste Verzögerungsgrund.
Was muss ich selbst beitragen? Dein Wissen über deine Kunden. Was sie fragen, was sie zögern lässt, was dich von Mitbewerbern unterscheidet – das kann keine Agentur erfinden, und schon gar keine KI.
Website erstellen lassen oder alte umbauen? Das hängt vom Zustand der bestehenden Seite ab. Die Warnsignale, ab wann sich ein Neustart lohnt, findest du im Beitrag über den Website-Relaunch.
Der nächste Schritt
Wenn du wissen willst, was eine Website für dein Unternehmen leisten kann und was das konkret bedeutet, reden wir gerne darüber – ehrlich, mit klaren Leistungen statt Buzzwords. Als Agentur aus Bad Schwanberg in der Weststeiermark sind wir bei swiftgreen für kurze Wege und einen festen Ansprechpartner bekannt. Melde dich bei uns – das Erstgespräch kostet nichts außer einer halben Stunde.
